TP-Link M8550 Test: 5G-Hotspot mit langer Akkulaufzeit

TP-Link M8550 ist ein tragbarer mobiler Router für die Verbindung mit 4G- und 5G-Netzen. Während des ersten ausführlichen Tests habe ich die Geschwindigkeit des mobilen Internets, das Laden und die Akkulaufzeit, die Stabilität der Verbindung sowie das Verhalten des Geräts bei der normalen Nutzung am Computer und am Mobiltelefon beobachtet.

Ich habe den M8550 nicht nur mit ein paar Geschwindigkeitsmessungen getestet. Den ganzen Tag über diente er als meine Hauptquelle für die Internetverbindung. Ich nutzte ihn zum Surfen auf Webseiten, zum Ansehen von Videos, zum Herunterladen einer größeren Datei sowie zum Ausprobieren einzelner Einstellungen und Modi des Mobilfunknetzes.

Das Gerät wurde mir von der Firma 100MEGA Distribution als dauerhaftes Geschenk zur Verfügung gestellt. Der Inhalt des Tests basiert jedoch auf meinen eigenen Erfahrungen und hält sowohl positive Eigenschaften als auch Mängel fest, die ich während des Testens festgestellt habe.

Lieferumfang und erste Eindrücke

Der TP-Link M8550 machte nach dem Auspacken einen modernen und hochwertigen Eindruck. Zum Lieferumfang gehört auch ein USB-C-Kabel, das relativ dick ist und einen robusten Eindruck macht.

Die Vorderseite des Geräts besteht aus einem Touchscreen. Er reagiert schnell auf Berührungen, und während der Nutzung habe ich keine Probleme bei der Bedienung festgestellt. Die Displayhelligkeit lässt sich stufenlos von 0 bis 100 % einstellen, sodass man sie sowohl an Tageslicht als auch an die Nutzung am Abend anpassen kann.

Auf dem Display lassen sich grundlegende Informationen zur Internetverbindung, zum Akkustand, zu übertragenen Daten und zu verbundenen Geräten prüfen. Weitere Optionen sind über die App TP-Link Tether und die Weboberfläche verfügbar.

Austauschbarer Akku und Rückabdeckung

Der Akku ist vom Nutzer austauschbar, was ich als großen Vorteil sehe. Bei längerer Nichtbenutzung kann er aus dem Gerät entnommen werden, und nach seinem Verschleiß muss nicht der ganze Router zerlegt oder das Gerät ausgemustert werden.

Der einzige deutlichere Nachteil, der mir schon bei der ersten Nutzung aufgefallen ist, ist die Rückabdeckung. Sie wirkt relativ dünn und zerbrechlich, daher sollte man sie vorsichtig abnehmen, damit die Kunststoffclips nicht beschädigt werden.

Ein- und Ausschalten

Vom Drücken des Einschaltknopfs bis zum vollständigen Start des Geräts und der Bereitschaft der Internetverbindung vergingen etwa 63 Sekunden.

Das Ausschalten ist praktisch gelöst. Nach dem Gedrückthalten der Einschalttaste für etwa fünf Sekunden erscheint auf dem Display ein Menü, über das sich das Gerät ausschalten oder neu starten lässt.

Internet über SIM-Karte und auch per Netzwerkkabel

Der TP-Link M8550 kann die Internetverbindung auf zwei Arten beziehen. Primär dient er als mobiler Router mit SIM-Karte, unterstützt aber gleichzeitig auch die Internetverbindung über den integrierten Netzwerkport.

Unterwegs kann er so als tragbarer 4G- oder 5G-Hotspot dienen. An einem Ort mit festem Internetanschluss lässt er sich auch als klassischer WLAN-Router nutzen.

Betrieb ohne eingesetzten Akku

Eine der praktischsten Eigenschaften ist die Möglichkeit, den M8550 auch komplett ohne Akku zu verwenden. Nach dem Anschluss der Stromversorgung über USB-C schaltet sich das Gerät normal ein und läuft direkt über die Stromquelle.

Diese Möglichkeit ist besonders bei langfristiger Nutzung an einem Ort nützlich. Der Akku muss nicht dauerhaft eingesetzt und geladen bleiben, wodurch sich unnötiger Verschleiß reduzieren kann. Auch nach einem möglichen Akkuverschleiß lässt sich das Gerät weiterhin als stationärer, über USB-C versorgter Router verwenden.

Ersteinrichtung des mobilen Internets

Nach dem Einlegen der SIM-Karte musste ihr PIN-Code eingegeben und das richtige Profil des Mobilfunkanbieters ausgewählt werden. In meinem Fall hat der Router nicht automatisch ein passendes Profil verwendet, daher habe ich das Profil Slovak Telekom ausgewählt und das APN internet eingestellt.

Verwendete Einstellungen:

  • Profil: Telekom Internet
  • APN: internet
  • PDP: IPv4
  • Benutzername: leer
  • Passwort: leer
  • Authentifizierung: PAP

Nach der Auswahl des richtigen Profils hat sich das Gerät problemlos mit dem Mobilfunknetz verbunden.

Einstellungen des Mobilfunknetzes

In der Oberfläche kann man den automatischen Netzwerkmodus wählen oder das Gerät zum Beispiel nur auf 4G beschränken. Während des Haupttests habe ich vor allem den Modus 4G Only verwendet, weil ich im Alltag eine stabile Verbindung und eine gute Akkulaufzeit gegenüber maximalen Geschwindigkeiten über 5G bevorzuge.

Der M8550 ermöglicht auch die manuelle Auswahl verfügbarer Mobilfunk-Frequenzbänder. Für die normale Nutzung ist es jedoch am einfachsten, die Auswahl auf Automatik zu lassen, damit das Gerät das am besten geeignete verfügbare Band oder deren Kombination wählen kann.

TP-Link Tether App und Weboberfläche

Die TP-Link Tether App bietet eine übersichtliche Darstellung grundlegender Informationen zum Gerät. Auf dem Hauptbildschirm lassen sich der Netzwerkstatus, die Anzahl verbundener Clients, der aktuelle Datenverkehr, der Akkustand sowie die Menge der übertragenen Daten prüfen.

Detailliertere Optionen sind in der Weboberfläche verfügbar. Einstellen lassen sich Mobilfunknetz, WLAN, Datenlimits, Sicherheitsfunktionen sowie weitere Eigenschaften des Geräts.

Die Oberfläche ist recht umfangreich, aber zugleich übersichtlich. Grundlegende Einstellungen schafft auch ein weniger erfahrener Nutzer, während fortgeschrittene Nutzer mehr Möglichkeiten zur Anpassung des Geräts haben.

Akkuladen

Das Laden habe ich bei ausgeschaltetem Gerät gemessen. Der Test begann bei einem Akkustand von 9 % und endete nach Erreichen von 100 %.

Zeit Akkustand
7:58 9 %
9:02 75 %
9:16 85 %
9:46 97 %
9:53 100 %

Das Laden von 9 auf 100 % dauerte etwa 1 Stunde und 55 Minuten. Der erste Teil des Ladevorgangs war deutlich schneller. Beim Annähern an die volle Kapazität verlangsamte sich das Laden schrittweise, was bei Lithium-Akkus üblich ist.

Ganztägiger Test der Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit habe ich nicht bei einem inaktiven Gerät getestet. Der Router wurde den ganzen Tag aktiv als Haupt-Internetverbindung für Computer und Mobiltelefon genutzt.

Während des Tests habe ich mehrere Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt, Einstellungen geändert, die Modi 4G, 4G+ und 5G ausprobiert, Videos angesehen, Webseiten besucht und eine größere Datei heruntergeladen. Es handelte sich daher um einen recht anspruchsvollen Test.

Zeit Akkustand
9:20 100 %
10:20 92 %
11:30 83 %
11:48 81 %
12:58 70 %
14:05 60 %
15:37 47 %
17:08 34 %
18:08 24 %
19:08 14 %

Nach 9 Stunden und 48 Minuten intensiver Nutzung waren noch 14 % im Akku. Angesichts der vielen Messungen, des aktiven Datentransfers und des häufigen Ausprobierens von Einstellungen bewerte ich das Ergebnis sehr positiv.

Bei ruhigerer Nutzung ohne wiederholte Speedtests und häufige Einstellungsänderungen ist mit einer noch längeren Laufzeit zu rechnen. Die genaue Laufzeit hängt jedoch von der Qualität des Mobilfunksignals, den WLAN-Einstellungen, der Anzahl verbundener Geräte sowie der Menge der übertragenen Daten ab.

Leistung der Mobilfunkverbindung

Während des Tests habe ich mehrere Messungen sowohl am Mobiltelefon als auch am Desktop-PC durchgeführt, der per WLAN mit dem Hotspot TP-Link M8550 verbunden war. Der Router war mit dem Netz von Slovak Telekom verbunden, und ich habe nach und nach die Modi 4G, 4G+ und 5G ausprobiert.

Die Ergebnisse änderten sich bei den einzelnen Messungen naturgemäß je nach aktueller Auslastung des Mobilfunknetzes, verfügbaren Frequenzbändern, Signalqualität und dem verwendeten Gerät. Daher habe ich statt eines einzigen Speedtests mehrere separate Messungen durchgeführt.

Messungen am Mobiltelefon

Modus Download Upload Ping
4G 59,5 Mb/s 9,13 Mb/s 33 ms
4G 71,2 Mb/s 13,0 Mb/s 35 ms
4G 78,6 Mb/s 13,0 Mb/s 30 ms

Messungen am Desktop-PC

Modus Download Upload Ping
4G 90,75 Mb/s 13,28 Mb/s 22 ms
4G 106,39 Mb/s 13,48 Mb/s 28 ms
4G+ 89,99 Mb/s 16,63 Mb/s 26 ms
5G 117,09 Mb/s 30,88 Mb/s 21 ms
5G 59,69 Mb/s 10,67 Mb/s 28 ms

Die höchste Geschwindigkeit konnte ich im Test im Modus 5G erreichen, als der Download 117,09 Mb/s und der Upload 30,88 Mb/s erreichte. Ein sehr gutes Ergebnis erzielte das Gerät aber auch im 4G-Modus, in dem am Desktop-PC ein Download von bis zu 106,39 Mb/s gemessen werden konnte.

Im 4G+-Test erreichte die Downloadgeschwindigkeit 89,99 Mb/s und die Uploadgeschwindigkeit 16,63 Mb/s. Das 4G+-Ergebnis war bei dieser konkreten Messung also nicht deutlich höher als bei reinem 4G. Bei Mobilfunknetzen ist das jedoch üblich, da die resultierende Geschwindigkeit auch von der aktuellen Auslastung der Funkzelle und der Kombination der genutzten Frequenzbänder abhängt.

Auch der schwächere der beiden 5G-Tests zeigte, dass das Maximum im mobilen Internet nicht immer gleich ausfällt. Trotz der Unterschiede zwischen den einzelnen Messungen waren alle gemessenen Geschwindigkeiten ausreichend für normale Arbeit, Surfen im Internet, das Ansehen von Videos in hoher Auflösung sowie das Herunterladen größerer Dateien.

Download einer größeren Datei

Während des Tests habe ich eine Datei mit einer Größe von 1,46 GB heruntergeladen. Die Downloadgeschwindigkeit lag ungefähr zwischen 6,4 und 8,7 MB/s.

Eine solche Messung zeigt das Verhalten der Verbindung bei längerer Datenübertragung besser als ein kurzer Speedtest. Der Download verlief problemlos, und die Geschwindigkeit blieb ausreichend stabil.

YouTube, Facebook und normale Nutzung

Im Alltag funktionierte die Internetverbindung problemlos. Webseiten öffneten sich schnell, und die gleichzeitige Verbindung von Computer und Mobiltelefon verursachte keine sichtbare Verlangsamung.

Videos auf YouTube und Facebook liefen flüssig ohne Ruckler. Wenn ich im Video zu einem weiter entfernten Abschnitt sprang, wurde der neue Teil praktisch sofort geladen und die Wiedergabe setzte ohne nennenswertes Warten fort.

Diesen Praxistest halte ich für wichtiger als die reine Maximalzahl aus dem Speedtest. Im Alltag entscheiden vor allem die Stabilität der Verbindung, eine schnelle Reaktion und die Fähigkeit, Daten über längere Zeit flüssig zu übertragen.

WLAN-Verbindung

Der M8550 unterstützt WLAN in den Bändern 2,4 und 5 GHz. Das 5-GHz-Band eignet sich vor allem zum Erreichen höherer Geschwindigkeiten in der Nähe des Geräts, während 2,4 GHz in der Regel eine bessere Reichweite durch Wände hat.

Bei meiner geplanten Nutzung werden vor allem 2,4-GHz-WLAN, eine stabile Verbindung und eine möglichst lange Akkulaufzeit Priorität haben. Die reale WLAN-Reichweite unter verschiedenen Bedingungen werde ich in einem weiteren Langzeittest prüfen.

Zähler für übertragene Daten

Die TP-Link Tether App zeigt die Menge der über die Mobilfunkverbindung übertragenen Daten an. Während des Tests stieg der Wert ungefähr von 2,4 GB auf 3,1 GB, was den durchgeführten Geschwindigkeitsmessungen, dem Ansehen von Videos und dem Herunterladen von Dateien entsprach.

Der Zähler kann zurückgesetzt werden, sodass man vor einem neuen Test oder vor einer Reise die Datennutzungsüberwachung bei null beginnen kann.

Was mir am TP-Link M8550 gefällt

  • Unterstützung von 4G- und 5G-Mobilfunknetzen,
  • Möglichkeit, Internet sowohl über die SIM-Karte als auch über den Netzwerkport zu nutzen,
  • Betrieb über USB-C auch ohne eingesetzten Akku,
  • vom Nutzer austauschbarer Akku,
  • gut reagierender Touchscreen,
  • stufenlose Einstellung der Displayhelligkeit von 0 bis 100 %,
  • übersichtliche TP-Link Tether App,
  • umfangreiche Weboberfläche,
  • Möglichkeit, Netzwerkmodus und Mobilfunkbänder einzustellen,
  • sehr gute Laufzeit bei intensiver Nutzung,
  • gute Ergebnisse in 4G-, 4G+- und 5G-Netzen,
  • flüssige Videowiedergabe,
  • stabiler Download größerer Dateien,
  • Möglichkeit, den mobilen Datenverbrauch zu verfolgen und zurückzusetzen.

Was sich verbessern könnte

  • Die Rückabdeckung wirkt zerbrechlich und erfordert beim Abnehmen Vorsicht,
  • Die erste APN-Einrichtung muss nicht bei jeder SIM-Karte vollständig automatisch sein,
  • In der Oberfläche habe ich keine Möglichkeit gefunden, die WLAN-Sendeleistung manuell auf die Stufen Low, Medium und High einzustellen, wie es einige ältere Modelle angeboten haben.

Erste Bewertung

Der TP-Link M8550 hat nach dem ersten ausführlichen Test einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht. Es handelt sich nicht nur um einen einfachen mobilen Hotspot. Dank Unterstützung von 4G und 5G, Netzwerkport, austauschbarem Akku, Betrieb direkt über USB-C und umfangreichen Einstellmöglichkeiten kann er sowohl als Reise-Hotspot als auch als vielseitigerer WLAN-Router dienen.

Während der fast zehnstündigen intensiven Nutzung waren noch 14 % im Akku. Die Verbindung eignete sich für normale Arbeit, das Surfen auf Webseiten, das Herunterladen größerer Dateien sowie flüssige Videowiedergabe.

Bei Messungen am Desktop-PC erreichte ich einen Download von bis zu 106,39 Mb/s im 4G-Modus und 117,09 Mb/s im 5G-Modus. Der M8550 zeigte damit, dass er sehr gute Ergebnisse nicht nur bei der Verbindung eines Mobiltelefons, sondern auch bei der täglichen Arbeit am Computer liefern kann.

Als größte Vorteile sehe ich bisher die Akkulaufzeit, die Möglichkeit des Betriebs ohne Akku, den hochwertigen Touchscreen und die Kombination aus Mobilfunkverbindung und Netzwerkport. Die größte Vorsicht erfordert die Rückabdeckung, die zerbrechlicher wirkt als der Rest des Geräts.

Der erste Test zeigte, dass der M8550 das Potenzial hat, ein sehr guter Begleiter für Reisen und auch längere Aufenthalte außerhalb des heimischen Internetanschlusses zu sein.

Fortsetzung der Tests

Die grundlegenden Eigenschaften, das Laden, die Laufzeit und die ersten Erfahrungen habe ich in diesem Test beschrieben. Das Gerät werde ich jedoch weiter nutzen und später einen separaten Artikel zu den Langzeiterfahrungen vorbereiten.

In der Fortsetzung werde ich mich vor allem auf die Akkulaufzeit bei normaler Nutzung, die langfristige Stabilität der Mobilfunkverbindung, die reale WLAN-Reichweite und den Vergleich mit meinem bisherigen Hotspot TP-Link M7450 konzentrieren. Mich wird auch interessieren, welche Eigenschaften des M8550 sich nach längerer Zeit als am nützlichsten erweisen.

Für die Bereitstellung des TP-Link M8550 danke ich der Firma 100MEGA Distribution herzlich.

Die ersten Eindrücke zum TP-Link M8550 können Sie in diesem Artikel lesen: 100MEGA Distribution hat meine Arbeit unterstützt – TP-Link M8550